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Expat-Kids und Alkohol
Von Peter Kruse
Übersicht

Ralf M. schreibt:
Mein Sohn F. hatte seinen 14 jährigen Geburtstag, einige Freunde waren eingeladen. Einer kam mit einer Flasche Whisky als Geschenk. Sein Vater hätte gesagt, die Jungs in diesem Alter sollten mal lernen, mit Alkohol umzugehen. Ich war entsetzt, rief den Vater an, aber er war völlig cool und meinte, hier in München sollten sie früh genug lernen, mit Alkohol umzugehen. Die Jungs kämen bald in das Alter in die Disco zu gehen und es sei besser, zu wissen, was mit Alkohol passiert, als beim Komasaufen „abzuschmieren“.


Die meisten von uns haben irgendwann in der Jugend ausprobiert, wie das ist mit dem Alkohol funktioniert. Negative Erfahrungen haben uns Grenzen aufgezeigt, das Beispiel der Eltern im Umgang mit Bier und „harten Sachen“ haben positive wie negative Eindrücke sammeln lassen.

Was für die Jungen und Mädchen heute anders ist als „früher“, ist das sogn. „Vorglühen“ bevor die Party losgeht einerseits, die angesagten „all you can drink“ Kneipen und das sogenannte Komasaufen.

Nicht ungefährlich ist die Vorstellung vieler Jugendlicher, dass es ohne einen bestimmten Level an Alkohol gar nicht erst losgeht und nicht lustig ist. Also trinkt man sich „warm“, denn schließlich fangen die Parties ja auch erst gegen 23 Uhr richtig an.

Besonders bei Taschengeldknappheit sind die trink-soviel-du-willst Angebote extrem verlockend. Das „Komasaufen“ orientiert sich an der Leistungsgrenze, scheint der Versuch zu sein, sich völlig von der Wirklichkeit zu verabschieden, Limits zu überschreiten.

Richtig ist: Mit Alkohol umzugehen muß erlernt werden. Die naheliegenden Beobachtungsobjekte sind die Eltern, deren Freunde und Verwandte. Sie geben Anstoß und sind Vorbild für die eigenen Versuche.
Wie auch in anderen Fragen ist es wichtig für Jugendliche, ob sie mit ihren Fragen und Ideen bei den Eltern „landen“ können, ob es ein ausreichendes Vertrauensverhältnis gibt, das tragfähig genug ist, auch über Trinkerlebnisse zu reden.

Wenn nur der trinkstärkste Klassenkamerad Ansprechpartner und Vorbild ist, geht's schief. Eltern müssen im Rahmen der Familie wie auch die Schulleitung für die Schule erfassbare und verstehbare Regeln und Grenzen setzen – gerade auch gegen den Druck der werbenden Bars und den „Freunden“, die sich offenbar den Regeln entziehen, oder denen die Eltern gar keine Regeln auf den Weg geben.

Ist das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Jugendlichen „angeknackst“, ist die Gefahr besonders groß, die noch gesundheitlich vertretbaren Grenzen zu überschreiten. Vorbild, Vertrauen und Regeln sind geeignet die „Alkoholphase“ so zu überstehen, dass es auch später nicht zu Exzessen, latentem oder offenem Alkoholismus kommt.

Auch Gepräche mit Freunden, Kollegen/innen und anderen Eltern sind notwendig, um zumindest ähnliche Verhaltensweisen und Grenzen für die Kids gemeinsam aufzuzeigen.


 
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